familie in der ddr

Andererseits waren sie durch die Doppelbelastung auch stark gefordert und teilweise überfordert bzw. Die Gleichstellung der Frau wurde in der DDR mehrfach begründet. Seine Arbeit wurde vom Verfassungsschutz beobachtet, mit Versammlungsverboten und anderen juristischen Maßnahmen behindert und 1957 komplett verboten.[3]. Der Demokratische Frauenbund Westdeutschlands (DFW) organisierte 1950 einen Friedenskongress in München, auf dem 1000 Frauen die Ächtung der Atomwaffen wie die Begrenzung sämtlicher Waffen forderten. Wenn die Ehe bzw. Keine bunten Busenwunder. Doch was zu welcher Zeit in welchem Kulturkreis unter dem Begriff Familie verstanden wurde, ist sehr unterschiedlich. Sie sehnten sich nach einem Leben in Freiheit und wagten die Flucht in den Westen. Soziale und finanzielle Vergünstigungen erhielten bevorzugt Personen mit Kindern. Familiengesetzbuch der Deutschen Demokratischen Republik. Das Ideal der DDR-Staats­führung war eine sozia­listische Gesellschaft, in der alle Menschen gleich sind und für … So wurde dem Mann in der Bundesrepublik Deutschland bis in die 1970er Jahre in Erziehungsfragen das alleinige Entscheidungsrecht in der Familie gesetzlich zugesprochen, und die Frau hatte das Recht auf Berufstätigkeit nur, wenn sie ihre häuslichen Pflichten nicht vernachlässigte. n. Gerlach 1996, S.113). [11] Die Vereinbarkeit galt für Frauen in der DDR, entsprechend dem propagierten Frauen- und Familienleitbild, als Selbstverständlichkeit. Die Vereinbarkeit galt für Frauen in der DDR, entsprechend dem propagierten Frauen- und Familienleitbild, als Selbstverständlichkeit. Die Alternativen als „Nur-Hausfrau“ oder kinderloser Single zu leben, existierten praktisch nicht und widersprachen der gesellschaftlichen Norm. Zur Umsetzung des neu formulierten Familienleitbilds wurde erstmals Kindergeld für kinderreiche Familien ausbezahlt. Das Gesetz über die Abschaffung der Lebensmittelkarten vom 28. Dies galt bis zum Ende der DDR 1989/90. In der Zeitspanne von 1945 bis 1949 war es daher insbesondere erforderlich, Frauen zum Wiederaufbau und zur Produktion zu bewegen und rechtliche Voraussetzungen für die Gleichberechtigung der Geschlechter im Erwerbssektor zu schaffen. Der DFW war friedenspolitisch sehr aktiv; er wurde in Westdeutschland bald als „Marionette der DDR“ rezipiert. Trotz der staatlichen Proklamationen bezüglich der erreichten „Gleichstellung der Geschlechter“ und der Förderungs- und Qualifizierungsmaßnahmen für Frauen und Mütter blieb der Arbeitsmarkt der DDR geschlechtsspezifisch segmentiert. Mit einem Kind hatte so manche Frau schon ihre eigene Höchstbelastung erreicht. An Zeitungskiosken im Arbeiter- und Bauernstaat DDR gab es wenig zu entdecken für Voyeure. Parteitag der SED, wegen des weiterhin bestehenden Konflikts zwischen Geburtenförderung einerseits und der wirtschaftlich notwendigen Vollerwerbstätigkeit der Frauen und Mütter andererseits, ein zweites Sozialpaket verabschiedet, das in den 1980er Jahren ergänzt wurde. 18% aller Familien waren Ein- Eltern- Familien (zu 98% Mutter und KindEr). In der DDR behielt man den Überblick über die Einnahmen und Ausgaben mithilfe eines akribisch geführten Haushaltsbuches. DDR-Frauen in Familie, Partnerschaft und Ehe Das offizielle „sozialistische“ Familienleitbild in der DDR war strikt konservativ: Im Idealfall sollte eine Familie aus einem verheiratetem Paar und 2-3 Kindern bestehen. Zeiten von 6:00 Uhr morgens bis 16:30 Uhr waren keine Seltenheit. Darin unterschied sich die DDR deutlich von der alten Bundesrepublik. Hier auch noch ein Hund. Größere Anschaffungen konnten so nur sehr selten erfolgen. die lebenslange ausschließliche Hausfrauentätigkeit wurde abgelehnt, da Gleichberechtigung allein über die Berufstätigkeit der Frau zu erlangen sei, längere Berufspausen die Chancengleichheit beeinträchtigen und Frauen zwingen würden minderqualifizierte Tätigkeiten auszuüben. Hinzu kam die kostenlose Abgabe von Verhütungsmitteln an sozialversicherte Mädchen und Frauen ab 16 Jahren. Nach der Bundestagswahl am 27. So wurde Frauen mittels der „Vereinbarkeitsregelung“ der Erziehungsurlaub, zunächst ab der Geburt des zweiten Kindes, bei voller Lohnfortzahlung für ein Jahr gewährt. Partnerschaft zerbrach, mussten die einstigen Paare infolge des Wohnungsmangels häufig gezwungenermaßen weiterhin zusammenleben. Frauen, die sich vor allem ihren Kindern und ihrer Familie widmen wollten, wurden als „Schmarotzerinnen“ bezeichnet. Ab 1986 konnte das bezahlte „Babyjahr“ bereits beim ersten Kind in Anspruch genommen werden und zudem bei der Geburt des dritten Kindes noch einmal um ein halbes Jahr verlängert werden. Juli 1990 (GBl. Im Inneren einschlägiger Druckerzeugnisse ging es zwar etwas offener “zur Sache”, dennoch gab es nicht allzu viele nackte Tatsachen zu entdecken. Schriften des Zentralinstituts für sozialwissenschaftliche Forschung der Freien Universität Berlin (ehemals Schriften des Instituts für politische Wissenschaft), vol 56. So sollte beispielsweise die Kindererziehung kollektiviert und in die Gesellschaft verlagert werden, um die Berufstätigkeit der Frau zu gewährleisten. Solche Betriebskindergärten, wie hier in der Schultheiß-Brauerei, waren selten. Der Demokratische Frauenbund Deutschlands (DFD) war die regierungstreue Massenorganisation für Frauen in der DDR. Das Leben in der DDRwar von der Geburt bis zum Einstieg ins Berufsleben durchgeplant. Die Frau wurde nicht nur als Arbeitskraft verstanden, sondern erhielt auch erheblich mehr Rechte gegenüber Männern als in Westdeutschland. Verf. Um Frauen zu Qualifizierungsmaßnahmen zu motivieren, wurde das Gleichberechtigungskonzept der Geschlechter ideologisch modifiziert. Das Recht auf Arbeit und die Pflicht zur Arbeit bilden eine Einheit.“. Diese ermöglichen es den Schülerinnen und Schülern, sich in die Situation der jeweiligen Personen hineinzuversetzen. In der sowjetischen Besatzungszone und später der DDR gab es sehr viel mehr Kinderbetreuungseinrichtungen als … In diesem Zusammenhang rückte ab Ende der 1950er-Jahre auch die enge Verbindung zwischen Frauenerwerbstätigkeit und Familie in den Fokus der Frauenpolitik. waren bereits in der Verfassung der Sowjetunion fest verankert. Die Frauenfrage ist der Klassenfrage untergeordnet und löst sich mit ihr selbsttätig auf. der Brigade - ging man u.a. Die Rolle der Frau in der sozialistischen Theorie, Frauenemanzipationstheorie von Marx und Engels, Die Rolle der Frau in der „realsozialistischen“ Praxis der DDR, Politische Partizipation von Frauen in der DDR. Viele Kinder befanden sich 10 und mehr Stunden in Krippen, Kindergärten oder Schule und Hort. mit der Einbindung der Frauen in den Erwerbssektor stellt sich Gleichheit zwischen Männern und Frauen auch im öffentlichen Bereich her. Selbst wenn aus bevölkerungspolitischen Interessen heraus nun auch alleinerziehende Mütter zusehends gefördert wurden, blieb doch das DDR-Ideal der Zwei-bis-Drei-Kind-Familie mit voll berufstätigen Ehepartnern im Vordergrund und so wurde, als Reaktion auf das gestiegene Heiratsalter und die wachsende Anzahl von Zweitehen, der „Ehekredit“ auf 7000 Mark erhöht und der Kreis der Anspruchsberechtigten erweitert. So heißt es in der DDR-Verfassung vom 7. 3 Über Alleinerziehende wurde in den Medien so gut wie gar nicht berichtet, da sie nicht in das Familienleitbild paßten. Juni 2020 um 18:24 Uhr bearbeitet. All diese Maßnahmen sollten dazu dienen, berufstätigen Müttern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erleichtern, um somit der steigenden Tendenz zur Teilzeitarbeit bei Frauen entgegenzuwirken und diese stattdessen zur Vollbeschäftigung zu motivieren. Im Kabinett Kohl IV (bis November 1994), dem ersten gesamtdeutschen Kabinett, gab es deutlich mehr Ministerien: eines für Gesundheit, eines für 'Frauen und Jugend' (Ministerin: Angela Merkel) und eines für 'Familie und Senioren'. Die „zweite Schicht“, die Betreuung der Kinder und die Arbeiten im Haushalt, nahm durchschnittlich 50 Stunden pro Woche in Anspruch und dauerte damit länger als die „erste Schicht“, die Berufsarbeit. Doch die Hauptlast der Familienarbeit lag auch in der DDR bei den Frauen. Sie gehört somit zur Weltanschauung (Ideologie) eines sozialistischen Staates. In der DDR verbrachte man die Freizeit entweder privat mit der Familie oder zusammen mit den Arbeitskollegen im Rahmen gesellschaftlicher Aktivitäten. Zusätzlich wurden weitere Maßnahmen ergriffen, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen zu erleichtern. Die DDR ermöglichte durch staatliche Kinderbetreuung, familienbezogene Arbeitsfreistellungen und weitere Maßnahmen eine Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die aber fast ausschließlich auf Frauen ausgerichtet war. Schon kurz nach der Gründung der DDR wurde 1950 ein “Gesetz über den Mutter- und Kinderschutz und die Rechte der Frau” erlassen,das mit der Tradition des Nationalsozialismus, die Frau … Zuletzt betrug die Versorgungsquote öffentlicher Kleinkindbetreuung im Landesdurchschnitt 80 %, in den Großstädten bestand eine fast 100-prozentige Versorgung mit Krippen. In den ersten Jahren der DDR wurde vor allem die rechtliche Gleichstellung von Mann und Frau und die Integration von Frauen in den Erwerbssektor betrieben. I S. 1038) aufgehoben (mit Übergangsbestimmungen) durch Laut Befragungen nach der Wende seien keineswegs alle Frauen mit den Betreuungseinrichtungen zufrieden gewesen und hätten auch von Vernachlässigung der Kinder erzählt. Für den Wiederaufbau der Städte und der Wirtschaft waren die Frauen für die DDR der Anfangsjahre unentbehrlich, da viele Männer im Krieg gestorben waren. [5] Im Politbüro der SED war in den gesamten 40 Jahren keine einzige Frau vertreten. So gehört die Emanzipation zu den ältesten Forderungen der Arbeiterbewegung. Finanziell ging es den meisten Alleinerziehenden jedoch schlechter wie „vollständigen“ Familien, so hatte z.B. Mehr oder weniger gleichberechtigt daneben stehen andere Familienform… Verfassung der UdSSR vom 5. Zum anderen wurden Frauen jedoch auf Grund der vorhersehbaren einjährigen Arbeitspause und der finanziellen Mehrkosten (die Betriebe mussten einen Teil der „Vereinbarkeitsregelung“ selbst zahlen) zum „wirtschaftlichen Risikofaktor“ für die Betriebe und daher nicht selten mit weniger anspruchsvollen Aufgaben betraut, als ihre männlichen Kollegen mit vergleichbarer Kompetenz. Foto: Christian Mueringer (69528141) Der Text könnte aus dem Parteiprogramm der AfD stammen: „Die Familie ist die kleinste Zelle der Gesellschaft. Die Bemühungen um verbesserte Dienstleistungs- und Kinderbetreuungseinrichtungen blieben zu dieser Zeit jedoch noch auf einem relativ bescheidenen Niveau, so dass eine große Anzahl der erwerbstätigen Mütter nur einer Teilzeitbeschäftigung nachging bzw. Unter den entscheidungsbefugten Funktionären in den Bezirksleitungen der SED waren 1984 4 % Frauen. Das Ziel der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands war die „Förderung der Entwicklung der Persönlichkeiten im sozialistischen Sinne“, sodass die Persönlichkeiten sozialistisch geprägt wurden. Die Erwerbstätigkeit der Frau führt gleichzeitig und zwangsläufig auch zu einer Veränderung des Geschlechterverhältnisses im Privatbereich und in der Familie. [4] Konflikte in diesem Zusammenhang wurden gesellschaftlich nicht thematisiert und an einem bürgerlichen Familienideal mit der entsprechenden geschlechtsspezifischen Rollenverteilung wurde festgehalten. Staatsverlag der DDR, Berlin 1967. Der DFD, am 8. Hinzu kam eine verstärkte staatliche Propaganda, welche Vollzeitarbeit als moralische Pflicht darstellte, deren identitätsstiftendes Moment betonte und zudem gleich lange Arbeitszeiten zum wesentlichen Kriterium der geschlechtlichen Gleichstellung erklärte. What is visual communication and why it matters Bei den weiteren Sozialmaßnahmen handelte es sich im Wesentlichen um zeitliche Regelungen mit finanziellem Ausgleich. Leitlinie war dabei das Bild des “sozialistischen Menschen”, der egal ob männlich oder weiblich, in jedem Fall eine “allseits gebildete” und Vollzeit berufstätige Person sein sollte, die zusätzlich einen Beitrag für die Gesellschaft leistete. Wer die DDR-Grenze überwinden wollte, ging ein hohes Risiko ein. Auch konnten nun Väter das bezahlte „Babyjahr“ in Anspruch nehmen. Im Rahmen des sozialistischen Familienleitbilds bildete die Familie keinen separaten Rückzugsort aus der Gesellschaft, sondern vielmehr ein öffentliches Grundkollektiv neben anderen kollektiven Gemeinschaftsformen, deren erklärtes gemeinsames Ziel die Erziehung des Kindes zu einer „sozialistischen Persönlichkeit“ war. Es war erklärtes sozialistisches Ziel, Frauen vom „Joch der Hausarbeit“ zu befreien und möglichst viele der reproduktiven Aufgaben institutionell erledigen zu lassen, um somit Frauen für den Arbeitsmarkt freizustellen und dennoch die gesellschaftliche Reproduktion zu sichern. April 1968: „Gesellschaftlich nützliche Tätigkeit ist eine ehrenvolle Pflicht für jeden arbeitsfähigen Bürger. Die Einführung des bezahlten „Babyjahres“ entschärfte zwar zum einen den Zeitkonflikt der Frauen und sie genossen nun als Mütter, die den gesellschaftlichen Fortbestand sicherten, ein vergleichsweise höheres Ansehen. Die klare Distanzierung von der Frauenrolle als Hausfrau und Mutter diente vor allem in den Anfangsjahren auch als Abgrenzung vom Hitlerfaschismus und der Bundesrepublik, die das traditionelle Frauenbild zu einem Großteil übernahm. nachgehen konnte. [6], Werte wie Recht auf ein umfassendes Netz an Kindergärten und -Krippen, vollbezahlten Schwangerschaftsurlaub, Recht auf Gleichstellung in Beruf und Bezahlung usw. So leisteten dem Leipziger Institutes für Bedarfsforschung zufolge im Jahre 1965 die Frauen 90 % der Haushaltsarbeit. Dec. 1, 2020. Neben dem Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen wurden zur Entlastung von Haushalten auch zusätzliche Wäschereien eingerichtet und vermehrt technische Haushaltsgeräte produziert. So arbeiteten Frauen in der Produktion oft am Fließband mit erschwerten Kommunikationsmöglichkeiten und hohem Arbeitsdruck. Durch die in der DDR eingeleiteten sozial- und bevölkerungspolitischen Maßnahmen entstand eine Familienpolitik, deren Wirksamkeit und Relevanz für den Familienalltag und den sozialistischen Staat gezeigt werden soll. Juli 1977 in Kraft und änderte dies. Dabei fällt ihr sofort der Tag im Jahr 1984 ein, an dem sie und ihre Familie in den Westen reisen durften. Entsprechend bekamen 1986 70 % der Frauen in der DDR bereits vor dem 25. ●Trotz der Gleichstellung zwischen Mann und Frau, haben Frauen wegen der Familie und Arbeit eine Doppelbelastung ●Um den wirtschaftlichen Lebensstandard zu erreichen, sind beide Elternteile verpflichtet, zu arbeiten Partnerschaft und Ehe in der DDR ●Konservatives Familienleitbild: Familie mit verheiratetem Paar und 2-3 Kindern im Idealfall Es gab also zwölf Jahre lang – 1991 bis 2002 – Ministerinnen für Frauen(politik), die bis zur Wiedervereinigung in der DDR gelebt hatten. Nicht nur die Zeit des Führerstaats war vorbei, sondern auch in der kleinen Welt der Familie wurden die Vorstellungen von Disziplin und Gehorsam, von patriarchaler Hierarchie, in Frage gestellt. Auf Grund dieser Entwicklungen wurde die Erwerbstätigkeit der Frauen für den Fortbestand der DDR unverzichtbar. Es ist zusätzlich anzumerken, dass bei gleicher Arbeit auch kein gleicher Lohn gezahlt wurde. Lediglich für 1 Jahr nach der Geburt eines Kindes setzten die meisten Frauen mit der Erwerbstätigkeit aus. Die Sozialisation der Kinder und Jugendlichen folgte oft einem engen vorgegebenen Muster, das durch gesetzliche Vorgaben bestimmt war: Schulpflicht, Ausbildungspflicht, Arbeitspflicht. Noch 1954, einige Wochen nach der Geburt der Tochter, siedelte die Familie von Hamburg in die DDR über. eine Frau mit 2 Kindern nur rund die Hälfte des Einkommens von einem Ehepaar mit 2 Kindern. [4], Die Gleichstellung der Frau wurde nicht in allen Berufsfeldern erreicht. In der europäischen Kulturgeschichte spielt die Familie eine zentrale Rolle. Statistisches Jahrbuch der DDR 1987, S. 16. Hier hieß es in Artikel 30 Absatz 1 wie folgt: „Ehe und Familie bilden die Grundlage des Gemeinschaftslebens. Des Weiteren wurden von staatlicher Seite vermehrt Kinderbetreuungseinrichtungen ausgebaut. Dagegen vertritt Norbert Schneider die Ansicht, dass die Familie in der DDR 'nicht der abgeschottete und durchprivatisierte Lebensbereich (war, d. Auf Frauen ausgerichtete Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Zeitliche Entwicklung der DDR-Frauen- und Familienpolitik und ihrer Gesetzgebung. Neben der Verbesserung der Arbeitsbedingungen wurde auch auf „moralischer“ Ebene an das Verantwortungsbewusstsein der Frauen appelliert. Die Präambel des FGB bezieht sich im ersten Teil auf die Stellung der Familie in der sozialistischen Gesellschaft der DDR. Durch den Mangel an männlichen Arbeitskräften fehlten in der Nachkriegszeit insbesondere Facharbeiter und Arbeitskräfte für schwere körperliche Arbeiten. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erhielt Christine Bergmann (* 1939 in Dresden). Da sich die politischen Förderungsmaßnahmen ausschließlich an berufstätige Frauen mit Kindern richteten, setzte sich umgangssprachlich der Begriff „Muttipolitik“ durch. Bei der russischen Flagge symbolisiert der Hammer die Arbeit in der Industrie und die Sichel steht für die Arbeit in der Landwirtschaft. Aber auch aus wirtschaftlichen Gründen war es notwendig, dass Frauen berufstätig waren. 1 Einige Probleme der Förderung der Frau unter den Bedingungen der wissenschaftlich-technischen Revolution in der DDR. Um diese Vereinbarkeit von Familie und Beruf beiden Partnern zu ermöglichen, wurde eine bestmögliche Arbeitsteilung zwischen Mann und Frau angestrebt. Die klassische Familie der 50er Jahre: Eltern und möglichst viele Kinder. Im Vergleich boten die alten Bundesländer im Jahr 1990 Krippenplätze für 2 %, Kindergartenversorgung zu 78 %, Hortplätze für 4 % der Schulkinder. Um die ökonomische Leistungsfähigkeit der DDR zu sichern, richtete sich im Rahmen der formal-juristischen Gleichstellung von Frauen, das Hauptaugenmerk der Gesetzgebung zunächst einmal auf frauenspezifische Schutzrechte und berufliche Qualifizierungsmaßnahmen, um die Berufstätigkeit von Frauen zu fördern. 80 % (Frauen im arbeitsfähigen Alter zwischen 15 und 60 Jahren; ohne Lehrlinge). Frauen waren ebenso wie Männer berufstätig. Die bis zum Mauerbau 1961 anhaltende Fluchtbewegung in Richtung Westdeutschland, insbesondere junger und qualifizierter Menschen, führte zu einer Überalterung der Bevölkerung und einem Arbeitskräftemangel in der DDR. Doch war auch in anderen Fällen Hausfrauenschaft weder verboten noch besonders selten, allerdings nicht so angesehen wie die Berufstätigkeit. Die Funktion der Familie als Sozialisationsinstanz rückte dabei wieder stärker in den Vordergrund. Lebensjahr zur Welt, nur wenige später. Seine zwölf Jahre alte Tochter musste ein Doppelleben führen. überlastet. Im Weiteren sollten Regelungen und familienpolitische Bestimmungen folgen, die angesichts des Geburtenrückganges in der DDR, die Verbindung von Mutterschaft und Berufstätigkeit für Frauen ermöglichen sollten, um den gesellschaftlichen Fortbestand der DDR zu sichern. Alle Gesetze und Bestimmungen, die der Gleichberechtigung der Frau entgegenstehen sind aufgehoben.“, Artikel 18 „… Mann und Frau … haben bei gleicher Arbeit das Recht auf gleichen Lohn. Gründe für die Frauenarbeit waren zum einen wirtschaftlich und zum anderen sozial begründet. Familienpolitik bedeutet in der DDR bis in die 1980er Jahre hinein in erster Linie Frauen- bzw. Da Familien wirtschaftlich in der Regel auf das zweite Einkommen der Frauen angewiesen waren und staatliche Kinderbetreuungseinrichtungen zur Norm deklariert wurden, verlagerten sich wie in kaum einem anderen Land der Welt die familiären Sozialisationsaufgaben in gesellschaftliche Institutionen. Die wichtigste Neuerung im Bereich der Gesetzgebung zur Frauen- und Familienpolitik in dieser Zeit war 1950 die Verabschiedung des Gesetzes über den Mutter- und Kinderschutz und die Rechte der Frau. Ehe und Familie wurden in diesem Zusammenhang als Einheit betrachtet zu einer elementaren und alternativlosen Form der „sozialistischen Lebensweise“ erklärt. [9] Das Leitbild, das den moralischen Druck ausmachte, war die berufstätige Frau, die sowohl die Arbeit als auch die Familie perfekt in Einklang bringen konnte. (eds) Die DDR in der Ära Honecker. Der ökonomische Druck beruhte auf der Tatsache, dass auf Grund der Gehaltsstruktur der DDR eine Familie in der Regel darauf angewiesen war, dass beide Partner berufstätig waren, um einen ausreichenden wirtschaftlichen Lebensstandard erreichen zu können, während der moralische Druck in der staatlichen Propagierung durch Leitbilder und der gesetzlichen Festschreibung der „Pflicht zur Arbeit“ begründet lag. Andererseits leisten nach heutigen deutschen und amerikanischen Forschungen Betreuungseinrichtungen für Kinder einen unbestreitbaren Betrag an deren Sozialisation, insbesondere für Kinder aus Kleinfamilien. Seit den späten sechziger Jahren vollzog sich eine Umorientierung von der 3-Kinder- zur 2-Kinder-Familie, in den achtziger Jahren dann zur 1-Kind-Familie. Des Weiteren wurde die 40-Stunden-Woche für vollbeschäftigte Frauen mit zwei Kindern ohne Lohnminderung, der bezahlte monatliche „Hausarbeitstag“ für vollbeschäftigte unverheiratete Frauen ohne Kinder ab dem 40. Somit sichert die Verfassung der DDR von 1949 die rechtliche und politische Gleichberechtigung der Frau auf allen Gebieten des öffentlichen und privaten Lebens. Die Hausarbeit blieb zumeist an den Frauen hängen. So wurde seit Beginn der 1960er-Jahre die Überlegenheit der kollektiven Krippenerziehung gegenüber der familialen Erziehung von Regierungsseite in den staatlich kontrollierten Medien betont, um die Bedenken berufstätiger Mütter gegenüber institutionalisierten Erziehungseinrichtungen auszuräumen. mangelhaften Kinderbetreuungseinrichtungen, die Verbindung von Familie und Berufstätigkeit. Die sogenannte „Gleichstellungspolitik“ der DDR hatte Einfluss auf diese einzelnen Lebensbereiche der ostdeutschen Frauen. Prezi Video + Unsplash: Access over two million images to tell your story through video; Nov. 21, 2020. Die Frauen in der DDR standen vor der Notwendigkeit, die beiden Lebensbereiche Beruf und Familie miteinander in Einklang zu bringen. Mai 1958 führte zu einem starken Anstieg der Lebensmittelpreise. Für die Frauen galt es demnach das zu erreichen, was der Mann bereits geschafft hatte, wodurch die Frau sich nicht selbst verwirklichen konnte. Hunderte Mütter sind heute auf der Suche nach ihren vermutlich geraubten Kindern. Kürzlich erhielt das DDR Museum insgesamt 8 solche Haushaltsbücher aus einem Dresdner Haushalt. Die staatliche Arbe… Beleuchtet werden sollen Form, Struktur und Funktion der sozialistischen Familie, und die mit familienpolitischen Maßnahmen einhergehenden Veränderungen des Familienbildes in. [2] Bezogen auf die Beziehungen zwischen den Ehepartnern wurde formuliert, dass die Aufnahme einer Berufstätigkeit, die Teilnahme an einer Weiterbildung oder die Übernahme von gesellschaftlicher Arbeit durch den Ehepartner zu unterstützen sei (§ 10 (2)). Auf Grund der mir vorliegenden Zeit- und Umfangsbegrenzung kann diese Arbeit nur einen Einblick in die Thematik gewähren. Zudem wurde in dieser Zeit insbesondere am ideologischen Unterbau für die Berufstätigkeit der Frauen gearbeitet, und die Erwerbsbeteiligung zum alleinigen Maßstab der Gleichberechtigung der Geschlechter erklärt. Der Frauentag wurde in der DDR als gesellschaftliches Ereignis zelebriert. Auch die wirtschaftliche Lage der DDR machte die Berufstätigkeit der Frauen notwendig, um den gesellschaftlichen "Aderlass" durch den Krieg und die Flucht- und Abwanderungsbewegung von 1945 bis zum Bau der Berliner Mauer 1961 auszugleichen und eine Produktionssteigerung zu gewährleisten. [4] Ende der 1970er Jahre dauerte die „zweite Schicht“ noch 47 Stunden. Waren es in der Zeit vor 1958 insbesondere alleinstehende Frauen, die aus ökonomischen Zwängen heraus berufstätig sein mussten, richtete sich das Hauptaugenmerk der Regierung nun auf verheiratete Frauen und Mütter, die durch ihre Ehepartner bis dato materiell abgesichert waren. Eine längere Unterbrechung der Berufstätigkeit durch Mutterschaft und Kindererziehung, bzw. [12], Zu den staatlichen Vereinbarkeitsmaßnahmen in der DDR zählte zunächst einmal der Ausbau von Dienstleistungseinrichtungen, um Frauen neben deren Erwerbstätigkeit von hauswirtschaftlichen Aufgaben zu entlasten. Nur wenige Betriebe boten Halbtagsstellen an. Frauen hatten, ebenso wie Männer, nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht arbeiten zu gehen, so heißt es im Artikel 24, Absatz 2 der Verfassung der DDR vom 9. Handelte es sich in den beiden vorangegangenen Jahrzehnten auf Grund der wirtschaftlichen Lage in erster Linie um eine Frauenarbeitspolitik, so begann 1965 mit der Verabschiedung des ersten Familiengesetzbuches der DDR[14] eine eigenständige Familienpolitik. Die Hauptthesen zur Frauenbefreiung, welche die theoretische Grundlage der DDR-Frauenpolitik bestimmt haben, waren insofern: In der Praxis waren die führenden Positionen in Staat und Partei männlich dominiert. [7] Interessanterweise widersprach diese Frauenpolitik den Ansichten Marx' (1818–1883), der die Werktätigkeit von Frauen als kapitalistischen Ausbeutungsprozess gesehen hatte.[8]. Die DDR ermöglichte durch staatliche Kinderbetreuung, familienbezogene Arbeitsfreistellungen und weitere Maßnahmen eine Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die aber fast ausschließlich auf Frauen ausgerichtet war. Von 1949 bis 1957 stieg der Frauenanteil im Erwerbsleben wiederum an, wenngleich der Frauenanteil an der Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter auf Grund der ersten großen Fluchtwelle seit der Gründung der DDR und der Rückkehr von Männern aus der Kriegsgefangenschaft gesunken war. In der Realität hatten die meisten Familien jedoch nur 1-2 Kinder, womit die meisten Frauen allerdings schon überfordert waren. 1972 erfolgte durch das Gesetz über die Unterbrechung der Schwangerschaft jedoch auch die Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs – ungeachtet des staatlichen Ziels der Geburtensteigerung. Haushaltsgeräte, die die Arbeit hätten erleichtern können und in Westdeutschland in den 1970er Jahren erschwinglich wurden, wurden als „Spielerei“ bezeichnet, die nicht in einen „sozialistischen Haushalt“ gehören.[13]. Auf formal-juristischer Ebene wurde damit in der DDR Abschied von der Hausfrauen-Ehe genommen.

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